Bildungspolitik

Dienstag, 10. August 2010

Selbsternannte Studentenvertreter planen „heißen Herbst“

Die Vertreter der Plattform „Unibrennt“ planen laut aktuellen Medienberichten erneute Proteste im kommenden Herbst. Spätestens ab September wollen die ehemaligen Besetzer des Audimax der Uni Wien wieder aktiv werden. Die Plattform präsentiert sich gegenüber den Medien als legitimer Vertreter der österreichischen Studenten, eine Betrachtung ihrer Forderungen allerdings zeigt schnell die ideologische Abstammung dieser Gruppierung. Man fordert natürlich mehr Geld und mehr Posten für die Universitäten, vor allem aber verunglimpft man jegliche Zugangsbeschränkungen, Eingangsprüfungen und selbstverständlich jede Form von Studiengebühren. Die Plattform repräsentiert keineswegs die Gesamtheit der österreichischen Studenten, insbesondere der enorme Zuspruch zur Gegenplattform „Studieren statt blockieren“ zeigt die Unzufriedenheit der übrigen Studentenschaft. Die budgetäre Lage der Universitäten...
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Mittwoch, 21. Juli 2010

Hamburger Bevölkerung stoppt Gesamtschule, Österreichs Politik ist da schon „klüger“

Die 6-jährige Gesamtschule, die politisch bereits als beschlossene Sache galt, wurde beim Referendum in Hamburg von einer deutlichen Mehrheit abgelehnt. Diese bemerkenswerte Äußerung direkter Demokratie verursacht einen Diskussionsprozess weit über die Grenzen der Hansestadt hinaus. In Österreich aber wird ein Aufflammen der Debatte gleich von mehreren Seiten blockiert. Die großen Zeitungen verstecken die Ergebnisse des Hamburger Volksentscheids in einem Nebensatz, obwohl diese bildungspolitisch für Österreich durchaus von Interesse ist. Vonseiten der Politik gibt es nur wenige Kommentare, die allesamt als entlarvend bezeichnet werden können. Unerträglich ist vor allem die Reaktion von Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) auf die Ablehnung der Gesamtschule in Hamburg. Mit der schrittweisen Einführung der Neuen Mittelschule agiere Österreich hier klüger. Schmied ist also der Meinung,...
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Dienstag, 1. Juni 2010

Am besten Weg zum akademischen Menschenrecht

Unzweifelhaft muss eine akademische Karriere unabhängig vom finanziellen Hintergrund möglich sein, diese jedoch unabhängig von geistigen Fähigkeiten und Engagement zu machen gleicht einem vorsätzlichen Himmelfahrtskommando. In diese Richtung allerdings bewegt sich bedenklicherweise die österreichische Hochschulpolitik. Die Politik bekämpft hartnäckig jede Zugangsbeschränkung und ruft nach einer dringenden Steigerung der Akademikerquote. Studentenvertretungen kämpfen gegen jegliche Knockout-Prüfungen und fordern einen schnellen Abschluss für alle. Beide Seiten streben letztendlich nach einer Ausweitung ihres Einflussbereichs, keiner aber nach einer qualitativen Aufwertung des Studiums. Wohin aber soll diese Politik führen? Ein Blick an die Universitäten zeigt schon jetzt bedenkliche Entwicklungen. Studienfächer werden oftmals nicht nach Interesse und Berufschancen sondern nach einfachen Abschlüssen...
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Montag, 31. Mai 2010

Sonderschule für alle??

Der Vorschlag der österreichischen Wissenschaftsministerin Beatrix Karl das geteilte Bildungssystem in Österreich durch ein „Gymnasium für alle“ abzulösen klingt bei genauerer Betrachtung wohl nach altbekannten Rufen der Linken nach „Reichtum für alle“. Von Beginn an wurde eine sinnvolle Beschäftigung mit einer unumstritten notwendigen Bildungsreform durch parteipolitische Grabenkämpfe und gewohnt reaktionäre Angriffe aus der Gewerkschaft ad absurdum geführt und auf die Diskussion um die Gesamtschule der 10 bis 14 jährigen reduziert. Auch im Bereich der Universitätspolitik stellt man sich bei Beobachtung der Situation an den Hochschulen die Frage nach der Gerechtigkeit des Systems. Sprüche verschiedener Studentenvertreter wie „Reiche Eltern für alle“ lassen Zweifel an der sozialen Durchlässigkeit des Bildungssystems aufkommen. Bei genauerer und realistischer Betrachtung fällt aber auf, dass...
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